Die steigende Kinderarmut ist mit ein Grund dafür, dass viele Kinder morgens ungefrühstückt und / oder ohne Schulbrot aus dem Haus gehen. Dass sie sich so schlecht konzentrieren können und ihr Lernerfolg erheblich behindert wird, ist offensichtlich. Ausreichende Ernährung trägt dazu bei, dass Kinder sich ihrem Alter entsprechend entwickeln und sich dem Leben angemessen stellen können. Dazu soll die Suhler Kindertafel beitragen. In gemeinsamer Verantwortung von Familienzentrum „Die Insel“ und dem Jugend- und Vereinshaus Nordlicht organisieret die Kindertafel eine Verteilung von Pausenbroten an Schulen in Suhl. Inzwischen können Schulbrote an über 60 Kinder in 7 verschiedenen Suhler Schulen geliefert werden. Dabei können zunächst nur die Symptome bekämpft werden. Die Kindertafel soll auch dazu beitragen, das Thema Kinderarmut in den Fokus zu rücken. Sie soll auf Eltern und Lehrer einwirken, Ursachen zu erkennen und abzustellen. Personell ist die Kindertafel durch Mittel des Jobcenters ARGE Suhl abgesichert.Momentan arbeiten für die Kindertafel 5 Mitarbeiter. Drei davon über den Stadtjugendring und weitere drei über das Familienzentrum "Die Insel". Die Mitarbeiter fungieren als Küchenhilfen und Fahrer. Im Sachkostenbereich erfolgt ebenfalls eine Förderung des Jobcenters ARGE Suhl über Sachkostenzuschüsse für die Arbeitsgelegenheiten, um zum Beispiel die Betriebskostenanteile des durch den SJR Suhl zur Verfügung gestellten Bus mit abzudecken. Im Wesentlichen ist die Kindertafel aber auch auf Sponsoren angewiesen (Lebensmittel etc.) Entwicklung Im April 2007 wurde das Projekt „Suhler Kindertafel“ gestartet. An zwei Schulen (Schule Am Himmelreich und Paul-Greifzu-Schule) wurde das Projekt vorgestellt und im Mai 2007 bereits die ersten Frühstückstüten dorthin geliefert. In der Schule Am Himmelreich begann der Start mit 30 Kindern. Die Direktorin sprach damals von 2-3 Kindern pro Klasse. Inzwischen hat sich hier die Anzahl der Frühstücksbeutel auf 10 Stück reduziert. Die Lehrer sprachen hier die Eltern auf das Problem der Pausenversorgung für Kinder an, so dass einige Eltern dann Frühstück mitschickten. An der Paul-Greifzu-Schule ist ein ständiger Wechsel zwischen 3 bis 8 Schülern zu beobachten. Hier kümmert sich der Schulsozialarbeiter um die Schüler. Es passiert, dass Schüler, die kein Pausenbrot durch die Kindertafel mehr wollten, nach 3-4 Wochen sich beim Schulsozialarbeiter meldeten, um wieder einen Frühstücksbeutel zu bekommen. Die älteren Schüler geben das Ganze nicht so gerne zu und lassen sich häufig aus Angst von den anderen Schülern beeinflussen bzw. schämen sich. Das Vermeiden von Stigmatisierung durch die Versorgung spielt für die MitarbeiterInnen der Suhler Kindertafel eine entscheidende Rolle. Nun wurde dieses Projekt auch an den anderen Schulen vorgestellt. Das Förderzentrum in der Aue begann mit 10 Frühstücksbeuteln und ist inzwischen auf 25 Bedürftige angestiegen. Die Oberstufe der Lautenbergschule begann mit 3 Schülern, erhöhte dann auf 8 und liegt jetzt bei 5 Schülern, die ein Pausenbrot erhalten. Hier trifft das gleiche Problem wie in der Paul-Greifzu-Schule zu. Die Schüler werden von einer Schulsozialarbeiterin betreut. Danach folgte die Jena-Plan-Schule mit 2 Schülern. Die Ringbergschule begann mit 5 Schülern, die inzwischen auf 11 Schüler erhöht wurde. Hier handelt es sich hauptsächlich um Schüler, welche kein Mittagessen bekommen. Zum Schluss kam die Dombergschule mit 5 Kindern hinzu. Die Bedürftigen sind inzwischen auf 8 Schüler angestiegen. Die MitarbeiterInnen der Suhler Kindertafel sind stets bemüht, neue Sponsoren zu finden. Die Freude ist immer wieder groß, wenn sich wieder eine Kaufhalle, Fleischer oder Bäcker melden, um sich zu beteiligen. Viele MitbürgerInnen unserer Stadt kennen die „Suhler Kindertafel“ und ihre Aufgaben noch nicht. Aus Privathaushalten gab es die ersten Anfragen, was die Kindertafel alles benötigt. Somit konnten sich die MitarbeiterInnen über die ersten Spenden an Wurst, Käse und Butter von Privatpersonen an die Suhler Kindertafel freuen. Der Kontakt mit den MitarbeiterInnen zur „Suhler Tafel“ ist für die „Suhler Kindertafel“ sehr wichtig. So können Waren ausgetauscht werden, die für die Kindertafel sehr wichtig sind, aber fehlen gegen Waren die von der Kindertafel nicht benötigt werden. Und so können Sie uns helfen:
Die MitarbeiterInnen der Suhler Kindertafel freuen sich über jede Unterstützung ihres Projektes und sagen im Namen der Kinder Danke.
Im Herbst 2008 wurde die Suhler Kindertafel für Ihr Projekt des gesunden Pausenbrotes mit der Europatag- Medaille ausgezeichnet. Im "Freien Wort" wurde darüber berichtet. die Mitarbeiter der Suhler Kindertafel Glückliche Kinderaugen in Paraguay
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